Cannabis und DBT bei Borderline
Was versteht man unter Borderline
Was versteht man unter einer Borderline-Störung?
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist eine psychische Erkrankung, die auf einer gestörten Selbstwahrnehmung beruht. Diese gestörte Selbstwahrnehmung drückt sich aus in schnell und heftig schwankenden Stimmungen, leichter Erregbarkeit und übertrieben starken emotionalen Bindungen. Als symptomatisch gelten außerdem die dauerhafte Empfindung innerer Leere, autoaggressives Verhalten, eine große Angst, von anderen nicht akzeptiert zu werden, übertriebene Verlustängste sowie ausgeprägte Dissoziationserlebnisse. Darunter verstehen Psychologen das Auseinanderfallen eigentlich zusammengehörender psychischer Vorgänge.
Was versteht man unter DBT ?
Die dialektisch-behaviorale Therapie zielt konzeptuell auf die Aufarbeitung spezifischer Defizite von elementaren Basisfertigkeiten bei Borderline-Persönlichkeitsstörungen ab. Sie bedient sich hierzu vorrangig verschiedener Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie.
Komorbidität
Oft tritt die Borderline-Persönlichkeitsstörung nicht alleine auf, sondern wird von anderen psychischen Störungen begleitet, was wiederum die Diagnose sehr schwer macht. Solche begleitenden psychischen Störungen sind unter anderem Depressionen, posttraumatische Belastungsstörungen, Abhängigkeit von Alkohol oder anderen Suchtmitteln, narzisstische oder antisoziale Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen oder Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen, besser bekannt unter der Abkürzung ADHS. Treten zusätzlich zu einer Grunderkrankung solche diagnostisch abgrenzbaren Begleiterkrankungen auf, sprechen Mediziner von Komorbidität.
Dissoziation
Normalerweise empfinden Menschen psychische Abläufe wie Gefühle, Sinneseindrücke, Gedanken oder Erinnerungen als zusammengehörige Einheiten und darüber hinaus als Teil ihrer Persönlichkeit. Im Falle einer Dissoziation löst sich diese Einheit auf und die einzelnen Bestandteile von Denk-, Handlungs- oder Verhaltensabläufen werden als voneinander abgetrennte Einzelerlebnisse empfunden. Die Folge sind oft von Außenstehenden kaum nachzuvollziehende Verhaltensweisen, die eine starke Belastung für soziale Beziehungen jeder Art darstellen können.
Ursachen und Verlauf einer Borderline-Störung
Was die Ursache für die Entstehung einer Borderline-Persönlichkeitsstörung betrifft, ist sich die Forschung nicht einig. Die meisten Studien allerdings kommen zu dem Ergebnis, dass das Zusammenspiel mehrerer Faktoren zu ihrer Entstehung beiträgt:
Vererbung
Umwelteinflüsse
Neurobiologie

Vererbung
Wie weit beeinflusst der Faktor Vererbung das Auftreten einer Borderline-Störung? Laut wissenschaftlichen Studien hängt die Entstehung einer Borderline-Störung zu 40 Prozent von den Genen ab. Welche Gene genau dazu beitragen, ist allerdings bisher unbekannt

Therapiemöglichkeiten
Am meisten Erfolg verspricht eine psychotherapeutische Behandlung. Dabei kommen verschiedene Ansätze infrage, wie Verhaltenstherapien, kognitive Umstrukturierung und metakognitives Training sowie Psychoedukation.
Selbstverständlich versuchen Ärzte und Therapeuten auch immer wieder, Borderline-Störungen mit der Hilfe von Medikamenten in den Griff zu bekommen, obwohl die Wirksamkeit pharmazeutischer Mittel nie wirklich nachweisen konnte, auf der anderen Seite aber erhebliche Nebenwirkungen damit verbunden sind, die die Lebensqualität Betroffener stark einschränken können

So hilft Cannabis bei einer Borderline-Persönlichkeitsstörung
Borderline-Patienten können ihre Gefühle oft selbst nicht einordnen, geschweige denn kontrollieren. Hier kann Cannabis dabei helfen, die eigenen Emotionen für den Betroffenen wieder erlebbar zu machen. Das kann dazu beitragen, überschießende Impulsivität in emotionalen Reaktionen zu mindern, wodurch sich wiederum die Möglichkeit dauerhafter sozialer Beziehungen erhöht, was sich sehr positiv auf die Lebensqualität auswirkt.
Wissenschaftliche Studien zum Thema „Cannabis und Borderline“ gibt es bisher leider nicht. Aber Erfahrungsberichte sowohl von Borderline-Patienten als auch von behandelnden Ärzten und Psychotherapeuten bestätigen, dass Cannabis bei der Bewältigung von mit einer Borderline-Störung verbundenen Ängsten und starker innerer Anspannung helfen kann
Ein großer Vorteil von Cannabis gegenüber pharmazeutischen Mitteln ist dabei neben dem Vermeiden schwerer, die Lebensqualität deutlich einschränkender Nebenwirkungen, auch die Möglichkeit, es gezielt und eigenverantwortlich genau dann einzusetzen, wenn der oder die Betroffene meint, dass es hilft. Psychopharmaka dagegen müssen durchgehend eingenommen werden, um ihre Wirkung entfalten zu können.
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